«Ich liebe die körperliche Arbeit und Abwechslung.»

Der angehende Metallbauer Benjamin Blasnig steht in der riesigen Halle seines Ausbildungsbetriebs. Er trägt Gehörschutz und Schutzbrille und ist voll konzentriert bei der Arbeit. Vor ihm liegen meterlange Stahlträger in Reih und Glied, an der Decke über ihm baumeln grosse Krane, die ihm helfen, die tonnenschweren Stahlbauten von A nach B zu heben. Ab und zu wirft er einen Blick auf die Konstruktionspläne, die hinter ihm an einer Metallwand befestigt sind, und arbeitet dann konzentriert weiter. Im Moment fertigt er Teile für den Neubau eines Einkaufszentrums an. Dabei ist das Schweissen ein wichtiger Bestandteil, die Funken fliegen, der Geräuschpegel ist hoch und die Luft riecht nach heissem Stahl.

Bildquelle: marclatzel.com

Noch vor nicht allzu langer Zeit sah die Umgebung von Benjamin Blasnig ganz anders aus. Er sass an einem Bürotisch, vor sich der Computer, und verrichtete Büroarbeiten. «Meine erste Ausbildung war eine kaufmännische Lehre, etwas komplett anderes. Allerdings war ich nicht glücklich, mein Kopf war nach einem Tag im Büro todmüde, körperlich war ich aber noch fit. Ich merkte bald, ich will etwas Handwerkliches machen, bei dem ich körperlich arbeiten kann.» Gesagt, getan. Benjamin suchte und fand seinen Ausbildungsplatz zum Metallbauer EFZ Fachrichtung Stahlbau. Die Verarbeitung von Stahl fasziniert Benjamin. «Das Handwerk mit Metall hat mich immer gereizt, im Stahlbau habe ich das gefunden, was ich gesucht habe. Ich habe das Grosse und Massive gern», meint Benjamin schmunzelnd. Als Metallbauer Fachrichtung Stahlbau errichtet Benjamin grosse Tragwerke, Brücken und Hallenbauten.

Metallbauer

Benjamin hat seinen Wechsel vom Büro in die Werkstatt noch nie bereut. «Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich kann es jeweils kaum erwarten, einen neuen Konstruktionsplan in den Händen zu halten. Ich brauche den Kopf, um die Pläne zu lesen und zu verstehen, und die Hände, um das Bauwerk umzusetzen, das ist extrem schön.» Besonders stolz ist Benjamin auf das Endprodukt. «Das Gefühl, wenn du über die Brücke fährst, an der du gearbeitet hast, ist unbezahlbar.» Im Moment arbeitet Benjamin gerade an einer Trägerkonstruktion für den Neubau eines grossen Einkaufszentrums. Die einzelnen Teile werden in der Werkstatt anhand der Konstruktionspläne gebaut. Zuerst wird das benötigte Material zugeschnitten, anschliessend beginnt die Verarbeitung. Dazu gehören auch Arbeiten wie das Schweissen, Bohren und Schleifen. Dafür stehen ihm in der Werkhalle moderne, teilweise auch computergesteuerte Maschinen zur Verfügung. «Dass ich ein Objekt von A bis Z herstellen kann, gefällt mir an meinem Job am besten. Zuerst studiere ich Pläne, bereite das benötigte Material vor, schweisse, bohre und lackiere. Am Schluss montiere ich es vor Ort auf der Baustelle. Schwindelfrei muss man auf alle Fälle sein, schliesslich arbeiten wir oft in schwindelerregender Höhe.» Diese Abwechslung mag Benjamin, «wir sind nicht nur in der Werkstatt, sondern fahren auch zum Kunden und montieren die Bauelemente. Das gibt Abwechslung in den Alltag.»

Benjamin konnte seine Metallbauerlehre um ein Jahr verkürzen, da er bereits eine Grundausbildung hat. In drei Jahren ist Benjamin dann ausgebildeter Metallbauer EFZ und er liebäugelt bereits wieder mit einem weiteren Beruf in der Metallbaubranche. «Die Fachrichtung Schmiedearbeiten finde ich auch hoch spannend. Aber zuerst will ich jetzt die Lehre erfolgreich abschliessen und dann schauen wir weiter.»

Benjamin Blasnig, 27, Metallbauer EFZ Fachrichtung Stahlbau im 2. Lehrjahr

Das Porträt von Benjamin Blasnig mit allen Informationen zum Beruf Metallbauer/in EFZ jetzt hier als PDF herunterladen.

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