«Ich freue mich auf motivierte Teilnehmende an den SwissSkills.»

Wie so manche Grossveranstaltung mussten auch die nationalen SwissSkills in Bern, die im Herbst 2020 stattgefunden hätten, verschoben werden. Trotzdem braucht es Nachwuchstalente, welche die Schweiz bei den anstehenden internationalen Wettkämpfen vertreten können. Die Berufsmeisterschaften werden deshalb unter dem Namen SwissSkills Championships dezentral durchgeführt. Für den Metallbau findet das Ersatzformat vom 1. bis 4. September 2020 im Bildungszentrum in Aarberg statt. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Wettkampf auf Hochtouren. Roger Müller, Projektleiter der Meisterschaften, erzählt von den Herausforderungen des neuen Formats und den Erwartungen an den Wettkampf.

metall+du: Die SwissSkills finden anders statt, als ursprünglich geplant war. Welchen organisatorischen Herausforderungen müsst ihr euch stellen?

Roger Müller: Das Coronavirus ist allgegenwärtig und erschwert uns die Planung. Die Situation kann sich jederzeit ändern und dann müssen wir unter Umständen innert kürzester Zeit alles umstellen. Die Durchführung in Aarberg ist jedoch optimal, weil die gesamte Infrastruktur bereits vorhanden ist.

m+d: Die SwissSkills-Organisation unterstützt auch die dezentralen Wettkämpfe. Wie schätzt du diese Unterstützung ein?

RM: Soweit sehr gut. In vielerlei Hinsicht bekommen wir die gleiche Unterstützung, die wir auch in Bern bekommen hätten. So lanciert die Organisation zum Beispiel eine umfassende Social-Media-Kampagne und stellt Werbematerial sowie das Bewertungstool CIS zur Verfügung.

m+d: Was ist anders als an den SwissSkills in Bern?

RM: Die Wettkampfbedingungen sind identisch. Das ist uns sehr wichtig. Das Publikum wird aber fehlen und das wird den Wettkampf für die Teilnehmenden verändern.

m+d: Wie wird sichergestellt, dass der Beruf Metallbauer trotz fehlendem Publikum bei interessierten Jugendlichen bekannter gemacht werden kann?

RM: Wir werden an den beiden Wettkampftagen live vor Ort berichten. Gestreut werden die Informationen über die Nachwuchsplattform metall+du, die auch auf Facebook und Instagram vertreten ist. Ausserdem startet nach den Wettkämpfen das digitale Ersatzformat SwissSkills Connect, eine digitale Plattform, auf der auch die Metallbauer vorgestellt werden.

m+d: Wie werden die diesjährigen Teilnehmenden ausgewählt?

RM: Ein erstes Kriterium ist die praktische QV-Note. Wer eine 5.0 oder mehr erzielt hat, wird an die regionale Vorselektion eingeladen. Davon gibt es insgesamt vier: eine im Tessin, eine in der Westschweiz und zwei in der Deutschschweiz. Die Vorselektion dauert einen Tag und besteht aus einer kleinen praktischen Arbeit und einem Einzelgespräch mit jedem Kandidaten. Wer am Schluss am meisten überzeugt, darf im September an den SwissSkills dabei sein. Insgesamt werden 16 junge Metallbauer aus allen drei Landesteilen teilnehmen.

m+d: Wie viele Experten werden an den SwissSkills Championships anwesend sein?

RM: Es werden sechs Experten vor Ort sein. Wir freuen uns, in diesem Jahr auch zwei neue Experten dabei zu haben. Einer ist Rémy Mornod, der vor zwei Jahren selbst die SwissSkills gewonnen und im Sommer 2019 an den WorldSkills in Kazan teilgenommen hat. Auch unter den Experten sind die drei Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch vertreten.

 m+d: Auf was freust du dich am meisten?

RM: Auf die motivierten Teilnehmenden und hoffentlich auf positive Resultate!

m+d: Welchen Rat möchtest du den Teilnehmenden mitgeben?

RM: Sie sollen locker aber fokussiert an die Aufgabe rangehen und sich nicht ablenken lassen. Dann kommt es gut.


Auf dieser Webseite sowie auf unseren sozialen Netzwerken, Facebook und Instagram, gibt es laufend Neuigkeiten zu den SwissSkills Championships. Der Wettkampf selbst wird live in den Stories und Beiträgen der beiden sozialen Netzwerke geteilt.