«Das fertige Produkt zu sehen, macht mich sehr stolz.»

Arbeitsbeginn für die angehende Metallbaukonstrukteurin Céline Werren ist 7.00 Uhr. Als Erstes checkt sie ihre Mails und erledigt einige Pendenzen, danach beginnt sie sofort mit ihrem aktuellen Projekt. Ein Kunde hat eine Erweiterung seines Balkons bestellt. Stolz zeigt Céline ihre Zeichnung des Balkons, die sie im CAD-Programm (Computer unterstütztes Zeichnen) erstellt hat. Mit diesem Programm arbeitet sie täglich. Hier entstehen Brücken, Fenster, Fassaden und sogar Fussballstadien. Es ist das tägliche Arbeitsmittel der angehenden Metallbaukonstrukteurin. Neben dem Balkongeländer konstruiert Céline auch eine Treppe im Aussenbereich sowie eine Türe mit speziellem Brandschutzsystem.

Bildquelle: marclatzel.com

Vom Büro auf die Baustelle
Céline sitzt aber nicht den ganzen Tag am Computer. «Ich bin auch auf der Baustelle unterwegs, um sogenannte Massaufnahmen zu machen. Das heisst, ich nehme vor Ort die exakten Masse, um genau arbeiten zu können.» Während des ganzen Projekts steht sie ständig im Kontakt mit den Architekten, den Kunden und den Metallbauern in der Werkstatt, die ihr Objekt herstellen. Céline ist im 1. Lehrjahr in der Ausbildung zur Metallbaukonstrukteurin und liebt ihren Beruf. «Ich habe die Begeisterung für den Metallbau von meinem Vater geerbt. Meine Eltern haben einen eigenen Metallbaubetrieb, und immer wenn wir als Familie mit dem Auto unterwegs sind, machen wir Abstecher, damit uns der Vater die von ihm konstruierten Objekte wie Türen, Balkongeländer oder Vordächer zeigen kann.» Das hat Céline geprägt, obwohl sie zuerst Kleinkindererzieherin werden wollte. Jetzt ist sie aber sehr froh, hat sie sich für den Beruf der Metallbaukonstrukteurin entschieden.

Die Begeisterung ist Céline Werren anzumerken, wenn sie von ihrem Beruf erzählt. «Es ist einfach ein spannender Job und sehr abwechslungsreich. Ich arbeite im Büro mit dem Computer, bin aber auch auf der Baustelle unterwegs. Ich bin ständig in Bewegung, gehe in die Werkstatt und schaue, wie weit meine Konstruktion schon fortgeschritten ist. Ich kann im Team arbeiten und stehe ständig mit unterschiedlichen Personen im Kontakt.» Besonders fasziniert ist Céline von den vielfältigen Konstruktionen, die sie kreieren kann. «Ich mache nie zweimal das Gleiche. Jedes Projekt ist eine Massanfertigung und hat eine andere Ausgangssituation. Man hat immer mit anderen Personen zu tun und das macht es extrem spannend.»

Ein Beruf für alle die Abwechslung möchten
Céline Werren besucht parallel zur vierjährigen Ausbildung die technische BMS. Das sei schon anstrengend, da sie zusätzlich noch viel lernen müsse, meint Céline. Aber sie weiss auch, dass ihr damit für ihre berufliche Zukunft einige Türen mehr offen stehen. Was genau Céline nach der Lehre machen will, weiss sie noch nicht. «Aber das hat ja noch etwas Zeit», meint Céline schmunzelnd. Wem empfiehlt Céline den Beruf des Metallbaukonstrukteurs, der Metallbaukonstrukteurin? «Allen, die gern im Büro am Computer arbeiten, aber gleichzeitig auch unterwegs sein und vor allem etwas erschaffen möchten.» Um die Lehre zur Metallbaukonstrukteurin erfolgreich abzuschliessen, brauche es aus ihrer Sicht ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, gute Mathematikkenntnisse, und man sollte offen und kontaktfreudig sein. «Ich kann Türen, Autounterstände, Passerellen und Fassaden erbauen – mir sind praktisch keine Grenzen gesetzt», sagt Céline stolz. Und meint mit einem Augenzwinkern: Sie habe es ihrem Vater schon gleichgetan und zeige ihren Freunden auch ab und zu die von ihr konstruierten Objekte.

Céline Werren, 17 Jahre, 1. Lehrjahr Metallbaukonstrukteurin EFZ

Das Porträt von Céline Werren mit allen Informationen zum Beruf Metallbaukonstrukteur/in EFZ jetzt hier als PDF herunterladen.

 

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