Allgemein

«Eine einmalige Gelegenheit.»

Mitten in den Vorbereitungen auf die WorldSkills steht Metallbauer Rémy Mornod. Wie und was er trainiert schildert er im Interview.

Nach der Berufsmesse «Start» in Freiburg vor sechs Jahren stand für Rémy Mornod fest, dass er Metallbauer werden möchte. Er wurde es und zudem ein sehr erfolgreicher. Mit dem Sieg an den MetallSkills 2018 in Freiburg qualifizierte er sich so zur Teilnahme an den kommenden WorldSkills in Kazan. Im Moment steht er mitten in den Vorbereitungen und trainiert insgesamt sieben Monate lang dafür. Dies an einem eigens dafür nachgebildeten Wettkampftrainings-Arbeitsplatz, der die gleiche Einrichtung und Masse wie an den WorldSkills hat.

Wie haben Sie sich zur Teilnahme an den WorldSkills qualifiziert?
Mit dem Sieg an den MetalSkills in Freiburg im letzten August. Ich war darüber sehr glücklich und auch stolz darauf.

Was und wie trainieren Sie im Moment?
Ich reproduziere Werkstücke aus den Aufgaben von vergangenen WorldSkills-Wettbewerben. Ein besonderer Fokus liegt sicher auf dem Brennschneiden, das wir in der Schweiz ja nicht mehr in der Lehre haben.

Wie sieht Ihr Trainingsplan weiter aus?
Es stehen noch drei Werkstücke vergangener WorldSkills an sowie weitere kleinere Projekte. Zudem übe ich in dem Bereich, der sich als nötig zeigt.

Mit wie vielen Stunden Training rechnen Sie insgesamt?
Das Training dauert sieben Monate jeden Tag ungefähr acht Stunden lang. Mein Chef machte es möglich, dass ich so trainieren darf. Dafür bin ich sehr dankbar.

Wie hat die bevorstehende Teilnahme an den WorldSkills Ihr Leben verändert?
Mein Leben hat sich nicht gross verändert. Ich sehe in der Teilnahme an den WorldSkills eine einmalige Gelegenheit im Leben.

Die Wettkämpfe fordern sicher auch mental. Trainieren Sie in diesem Bereich ebenfalls?
Ja, es ist eine grosse mentale Beanspruchung. Auch für dieses Training habe ich ein Coaching.

Auf was an den WorldSkills sind Sie am meisten gespannt?
Am Anfang nimmt mich am meisten Wunder, welche Aufgabe gestellt wird und welches Stück es herzustellen gilt. Und am Ende natürlich die Resultate.

Welche Personen unterstützen Sie nebst Philippe Renevey?
Das ist sicher Stéphane Menoud als Berufsbildner, der mir zur Seite steht. Auch unterstützt mich unser Direktor Nadir Solenghi und mir erlaubt zu trainieren. Daneben ist meine Familie für mich da, die sogar auch nach Kazan reisen wird.

Was war bis jetzt das einprägsamste Erlebnis?
Bei der allgemeinen Vorbereitung waren es die Teamweekends der SwissSkills. Beim praktischen Training hier im Betrieb ist es die tolle Zusammenarbeit mit Phillipe Renevey und Stéphane Menoud.

Lernende Metallbauer zeigen ihr Können

Ein Metallbauer bei der Prüfung.

Angespannt, erwartungsvoll, konzentriert und leicht nervös waren total 37 Lernende, welche vom 4. bis 7. März 2019 die praktische Prüfung in drei verschiedenen Gruppen absolvierten. Während einem Tag stellten sie in der ÜK-Werkstatt in Lenzburg ihr Können unter Beweis.

Die Theorieprüfung wurde in derselben Woche in den normalen Schulbetrieb integriert. Sie beinhaltete die Fächer Berufskunde und Fachrechnen.

Im praktischen Teil wurde während sechs Stunden eine Waage hergestellt. Nur durch sehr genaues Arbeiten stand die Wippe mit den unterschiedlichen Schaukeln am Ende auch waagerecht da. Erfreulich sind die weitgehend sauber verschliffenen Ecken, der korrekte Zusammenbau der Einzelteile und die meist gute Qualität der Schweissnähte.

«Metall ist mein Leben»

«Metall ist mein Leben», sagt Phillip Loosli. Er verbringt einen grossen Teil seines Alltags mit dem Material und ist von der Vielfalt seines Berufs begeistert. Deshalb entschied er sich nach seinem Abschluss als Metallbauer gleich noch die Ausbildung zum Metallbaukonstrukteur anzuhängen. Was ihm in seinem Beruf besonders gut gefällt ist der Kontakt mit unterschiedlichsten Menschen, sei es im Team oder mit externen Kunden. Hier findest du das Porträt von Phillip Loosli in voller Länge und viel Wissenswertes rund um den Beruf des Metallbaukonstrukteurs.

Philipp Loosli

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Vom Schreibtisch in die Werkhalle

Benjamin Blasnig (27) machte ursprünglich eine kaufmännische Ausbildung. Bald merkte er aber, dass ihm die Büroarbeiten nicht entsprechen: „Im Stahlbau habe ich das gefunden, was ich gesucht habe“. Nun errichtet Benjamin grosse Tragwerke, Brücken und Hallenbauten. Für ihn stellt der Metallbau eine optimale Kombination aus Kopf- und Handarbeit dar.

Den vollständigen Beitrag zu Benjamin Blasnig findest du hier.

Benjamin Blasnig

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«Mädchen-Technik-los! in Oberbüren»

Am 8. November 2018 fand der nationale Zukunftstag statt. Im Rahmen des Projekts «Mädchen-Technik-los!» sollen Schülerinnen der 5. Bis 7. Klasse auf die vielfältigen Möglichkeiten in technischen Berufen aufmerksam gemacht werden. Bei der Vettiger Metallbau AG in Oberbüren konnten die Mädchen den Beruf der Metallbauerin näher kennenlernen und erste Erfahrungen beim Schweissen sammeln. Hier einige Impressionen des Anlasses.

Mehr Infos zum Beruf Metallbauerin findest Du hier.

Nationaler Zukunftstag 2018

Am Zukunftstag konnten Mädchen den Beruf Metallbauerin schnuppern und haben eine Rose geschmiedet.

«Rosalie, die Rose isch für di Mi Amor…»

Seit Jahren beteiligt sich der Metaltec Aargau an dem Projekt «Nationaler Zukunftstag» für eine selbstbewusste Zukunftsgestaltung. So auch dieses Jahr – am Donnerstag, den 8. November 2018 war es wieder soweit.

Der Nationale Zukunftstag will, wie der Name sagt, Zukunft gestalten. Jugendliche schnuppern hierbei im Rahmen eines eintägigen Kurses in Arbeitsbereiche, die gezielt abseits der Geschlechter- und Rollenstereotypen liegen. So lernen sie untypische Berufe kennen und entdecken vielfältigen Zukunftsperspektiven. Auf diese Weise werden Horizonte geöffnet und die Jugendlichen werden dazu ermutigt, sich bei ihrer Berufswahl und Zukunftsgestaltung mit Selbstbewusstsein an ihren Wünschen und Talenten zu orientieren statt an einer stereotypen Rollenvorstellung.

Martin Strzodka Kursleiter des Metaltec Aargau leitete in seinem Workshop 12 junge Mädchen an. Vom Beruf der Metallbauerin waren einige zunächst noch eingeschüchtert, denn der Respekt vor der schweren und groben Arbeit ist gross, doch konnten er und seine Helfer die Ängste der Teilnehmerinnen bald zerstreuen. Strzodka bemerkt: »Bestimmt wird das Zahlenverhältnis zwischen Frauen und Männern in den handwerklichen Berufen nie ausgeglichen sein, doch wir haben schon viel erreicht, wenn bei einigen Mädchen das Interesse für einen ‘atypischen’ Beruf geweckt werden konnte.»

Lange ist es her, dass ein Mädchen, wie im Song von Bligg (welcher übrigens auch Metallbauer erlernt hat), auf eine Rose ihres Angebeteten hoffen musste!
Am Zukunftstag gestalteten die jungen Frauen munter drauf los und stellten aus dem unvertrauten Werkstoffen Kupfer und Stahl selbst eine Rose her.

Bei Befragungen der Teilnehmerinnen zeichnet sich ab, dass ein Umdenken stattfindet. Wurden die letzten Jahre noch häufig Berufswünsche wie Kleinkinderzieherin, Tierarzthelferin etc. angegeben, so gibt es nun immer mehr Mädchen, die sich für Berufe wie Polymechanikerin oder Informatikerin begeistern können.

Voller Stolz präsentieren die Schülerinnen am Abend bei einem kleinen Apéro den Familien ihre Meisterwerke und ziehen mit neuen Perspektiven für eine spannende Zukunft davon. Wer weiss, vielleicht gehören ein paar der Teilnehmerinnen später einmal zu der wachsenden Zahl von Pionierinnen in den traditionell männlichen Berufen. Eines ist klar: Dank des Engagements der verschiedenen Betriebe bei Initiativen wie dem Zukunftstag sind bereits Erfolge zu verzeichnen: Geschlechtsspezifische Vorurteile nehmen ab und Mädchen wie auch Knaben dürfen ihre Stärken in allen Berufssparten zum Einsatz bringen.

 

Mehr Infos zum Beruf Metallbauerin findest Du hier.

Bernische Ausbildungsmesse BAM

Vom 8.-12. November 2018 fand auf dem Bern EXPO Gelände die Bernische Ausbildungsmesse (BAM) statt. Mit knapp 100 Ausstellenden und zahlreichen Besucherinnen und Besuchern war die Veranstaltung ein riesen Erfolg. metall+du war am Stand der Technischen Fachschule Bern präsent, wo interessierte Schülerinnen und Schüler die Metallbauberufe näher kennenlernen konnten. Hier fanden sie Informationen rund um den Berufseinstieg, Lehrstellen, Weiterbildungsmöglichkeiten und vieles mehr. Fachpersonen aus der Branche und aktuell Lernende waren vor Ort und beantworteten alle Fragen der Schülerinnen und Schüler. Hier einige Impressionen des Anlasses.

 

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Schulanlässe mit Metall+du

An der Berufsvorstellung in Mellingen erhielten Schülerinnen und Schüler viele Einblicke in die Welt der Metallbauberufe. Metall+du unterstützt Schulen und Betriebe bei Anlässen mit Infomaterial, Banner, Werbeartikel und vielem mehr rund um das Thema Metallbau. Auch interessiert?  Weitere Infos findest Du hier.

Auch an der Lehrstellenbörse im BWZ Lyss war metall+du mit dabei.

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Berufsbesichtigungstag Gurtner Metallbau AG

Am 25. September 2018 fand in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverband und der Schule Aarau der Berufsbesichtigungstag für Oberstufenschüler statt.

Den Schülern wurde durch die Gurtner Metallbau AG anhand von Bildern und einem Film die Berufe im Metallbau aufgezeigt. Beim Firmenrundgang bekamen sie Einblick in die laufende Produktion. Anschliessend durften alle selber noch Hand anlegen und einen Traktor aus Aluminiumrohr und CNS-Blech herstellen.

Dank der Nachwuchswerbung „metall+du“ konnten Roll-Ups, Unterlagen und Give-Aways bereitgestellt werden.

Der Anlass war ein grosser Erfolg und die Schüler gingen stolz mit dem „metall+du“ T-Shirt und Traktor nach Hause.

(Patrick Burkhard)

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Metall+du an den Swiss Skills 2018

Die Swiss Skills 2018 waren ein riesen Erfolg. Zahlreiche Schulklassen, Eltern und Freunde reisten nach Bern, um 135 Berufe live zu erleben. Am Stand von metall+du erhielten Interessierte alle Informationen rund um die Metallbau-Berufen und konnten sich beim Herstellen eines Kleiderbügels gleich selber im Schweissen üben. Hier einige Impressionen von den Swiss Skills 2018.

 

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MetalSkills 2018

Rémy Mornod ist Schweizermeister! Vom 25. August bis 1. September 2018 fanden in Freiburg die Schweizerischen Berufsmeisterschaften der Metallberufe statt. 16 Metallbau-Lernende aus der ganzen Schweiz haben sich bei spannenden Wettkämpfen und herausfordernden Aufgaben gemessen. Rémy Mornod ist Schweizermeister und damit automatisch für die WorldSkills in Kazan (Russland) 2019 qualifiziert. Dominic Wyler gewinnt Silber, Bronze geht an Joël Monnet. Herzliche Gratulation!

(Foto: Take Off Productions / Nicolas Brodard)

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«Sich weiterzubilden finde ich wichtig»

«Mein Job als Metallbauprojektleiter ist sehr spannend, bei mir laufen alle Fäden eines Auftrags zusammen. Ich erstelle Offerten, plane den Auftrag, konstruiere, mache die Bestellungen und schaue, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Ich begleite und überwache die Produktion und Montage und stehe viel im Kontakt mit der Bauherrschaft, den Architekten und bin auch die interne Schnittstelle. Diese Vielfalt gefällt mir gut. Ursprünglich habe ich Metallbauer gelernt und mich dann zum Metallbaukonstrukteur mit Berufsprüfung weitergebildet. Dabei habe ich mich auch persönlich weiterentwickelt. Wenn Probleme auftauchen, trete ich bewusst einen Schritt zurück und kann relaxter damit umgehen. Ausserdem habe ich während meiner Weiterbildung viele neue Leute aus der Branche kennengelernt, das gibt auch wieder neue Inputs für die eigene Arbeit. Sich weiterzubilden finde ich wichtig, da ich nicht stehen bleiben möchte. Natürlich ist auch der Lohn ein Thema, der mit einer Weiterbildung attraktiver wird. Die Arbeit mit Metall gefällt mir sehr gut, ich kann einfache Geländer und komplexe Wintergärten konstruieren. Schon mein Grossvater und Vater waren in der Metallbranche tätig, das hat mich offenbar geprägt.»

Rino Kopp, 28, Metallbauprojektleiter

Das Porträt von Rino Kopp mit allen Informationen zum Beruf Metallbauer/in EFZ hier als PDF herunterladen.

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7 Tipps für einen gelungenen Start in deine Lehre

Diese und nächste Woche beginnt für viele Lernende die erste Arbeitswoche. Wir wünschen allen Neulingen in der Metallbranche einen guten Start! Der erste Tag im neuen Betrieb ist immer auch mit etwas Nervosität verbunden – das gehört dazu. Alles ist neu, du kennst deine neuen Arbeitskollegen noch nicht und musst die Arbeitsprozesse zuerst kennenlernen. Damit dir der Einstieg in die Berufswelt problemlos gelingt, findest du hier 7 Tipps für den ersten Arbeitstag. 

Ausserdem erfährst du hier alles Wissenswerte rund um die Berufe in der Metallbaubranche.

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«Metallbauer sind für mich Helden.»

«Metallbauer sind für mich Helden, sie finden für jedes Problem die passende Lösung. Schon seit meiner Kindheit bin ich fasziniert von diesem Handwerk. Meine Eltern haben einen Metallbaubetrieb, den ich in absehbarer Zeit übernehmen werde. Aktuell bin ich Mitglied der Geschäftsleitung und unter anderem für den Verkauf, die Kalkulation, die Personalrekrutierung und Entwicklungen mitverantwortlich. Ich habe die Ausbildung zur Metallbauerin absolviert und bin bis heute sehr glücklich über diesen Weg. Damals haben sich meine Eltern Sorgen gemacht, ich sei voreingenommen, weil ich an keinem anderen Beruf interessiert war. Nach der Grundausbildung habe ich mich zur Metallbaukonstrukteurin mit Berufsprüfung weitergebildet, danach zur Technikerin HF Metallbau und schliesslich zur eidgenössisch diplomierten Metallbaumeisterin. Das Schönste an unserem Handwerk ist, dass man die Früchte unserer Arbeit sieht und wir unseren Kunden individuelle, massgeschneiderte Lösungen anbieten können, das garantiert Abwechslung. Ich wünsche mir, dass der Beruf auch künftige Metallbauer mit Stolz erfüllt. Und ich bin überzeugt, dass sich in Zukunft die guten Betriebe vor allem über ihre Mitarbeitenden definieren werden, deshalb ist mir ein gutes Team aus qualifiziertem Personal ein grosses Anliegen.»

Daniela Soltermann, 30, Metallbaumeisterin HFP

Das Porträt von Daniela Soltermann mit allen Informationen zum Beruf Metallbauer/in EFZ hier als PDF herunterladen.

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Diplomübergabe an der QV-Feier in Lenzburg

Heisse Temperaturen und heitere Gemüter

Passend zu den Temperaturen an diesem schwülen Dienstagabend, versammelten sich alle Gäste gleich hinter dem Schweissraum 2 der Berufsschule Lenzburg. Nicht nur wegen den Temperaturen wurde geschwitzt, sondern auch wegen der letzten Minuten des Achtelfinales Schweiz gegen Schweden, welches beim Eintreffen noch über einen Bildschirm flimmerte. Die herbe Niederlage konnte die freudige Stimmung der Gäste und vor allem von den Lehrabgängern allerdings nicht trüben.

Bei einem erfrischenden Apéro konnten die besten Werkstücke der LAP betrachtet werden. Von den Metallbauern konnte man ein seltsam anmutendes Gerät begutachten, welches für manchen Betrachter sicher einige Rätsel aufgab, sich dann aber als Montageständer für Fahrräder entpuppte sowie einen Service Wagen. Die Metallpraktiker stellten einen modernen Flaschenkorb her.

Mitten drin, tummelten sich zwei Fotografen, die mit ihrem Charme und Witz die Gäste unterhielten und von allen ein Bild machten, welches später vor dem Abendessen betrachtet und als Andenken mitgenommen werden durfte.

Um kurz vor 19.00 Uhr Begrüsste der Präsident des Metaltec Aargau, Bruno Stocker, die Anwesenden und gab kurz den zeitlichen Ablauf bekannt, worauf hin sich die Veranstaltung in die Aula verschob, wo nun endlich allen gespannten Lehrabgängern das Fachzeugnis überreicht werden konnte.

Übergabe der Diplome

Patrick Burkhard, Obmann Metallbau Praktiker und Metallbauer, liess erst eine Präsentation laufen, welche jeden einzelnen Absolventen mit Bild vorstellte. Als erstes waren die Metallbaupraktiker an der Reihe. Alle zwölf haben bestanden und durften auf der Bühne unter Applaus ihr Zeugnis entgegennehmen. Die besten drei wurden besonders honoriert.

  • Lukas Boblitz, Fremet AG, Hunzenschwil, Note 5.0
  • Jan Meier, Voser Metallbau AG, Fislisbach, Note 4.9
  • Joel Bundi, Targo Tresore AG, Rudolfstetten, Note 4.9

Danach durften endlich die Metallbauer auf die Bühne. Alle waren erleichtert, dass Sie nicht lange auf die Verkündung warten mussten und warfen noch bei der Vergabe gegenseitig neugierige Blicke auf ihre Noten. Auch hier wurden die besten drei besonders geehrt.

  • Sami Al Abiad, Klausner Wetter Metallbau AG, Auw, Note 5.4
  • Benjamin Blasnig, H. Wetter AG, Stetten, Note 5.3
  • Ron Casacuberta, Hobler Metallbau AG, Muri, Note 5.1

Die Metallbaukonstrukteure wurden zum Schluss von Obmann, Benno Staubli, von ihrem langen warten erlöst und mit einem besonderen Kompliment begrüsst. Es haben nämlich nicht nur alle bestanden, sondern auch noch einen sehr guten Gesamtdurchschnitt von 4.7 erreicht. Zudem erreichten 6 von 12 einen Durchschnitt von min. 5.0. Die drei besten dieser Gruppe waren

  • Collin Seitz, Schmid Metallbau AG, Zeiningen, Note 5.1
  • Philipp Busslinger, Delfosse AG, Brugg, Note 5.1
  • Julian Walther, Bau Ing AG, Döttingen, Note 5.0

Gutes Essen und gute Unterhaltung

Nachdem nun alle ihren Fachausweis in den Händen hielten, konnte man auf dem Hof noch kurz frische Luft schnappen und gespannt die Noten mit den anderen verglichen oder Gratulationen entgegennehmen, bevor es zum ersten Gang ins Restaurant TimeOut der Berufsschule Lenzburg ging.

Nach dem Salat, tauchten die Fotografen, die wie bereits erwähnt schon am Apéro waren, wieder auf und boten lustige und verblüffende Unterhaltung. Aber auch so war die Stimmung gelöst und man fühlte sich beim Anblick in die glücklichen Gesichter zurückversetzt in die eigene Lehrabschluss-Zeit.

Die Erleichterung hielt aber nicht lange an, da beim zweiten Akt des Comedy Duos noch einige aus dem Publikum ihren Kopf hinhalten und manch einer versuchte sich nervös zu verstecken, damit der Kelch an einem vorüberzog. Das Duo agierte aber äusserst charmant und auch wenn der eine oder andere Witz auf kosten des Publikums ging, konnte man es ihnen nicht verübeln und die Kalorien des leckeren Hauptgangs wurden wieder weggelacht.

Bevor es Kaffee und Nachspeise gab, erhielten die Absolventen noch einmal eine kleine Überraschung. Alle durften sich für den bevorstehenden Sommer ein XL Badetuch der Metall+Du Kampagne in der Aula abholen. Nach einem letzten gemeinsamen Gruppenbild klang der Abend langsam aus und die Lehrabgänger verliessen die Berufsschule Lenzburg nach und nach als frischgebackene Berufsleute welche die Metallbaubranche bereichern werden.

Mehr zur spannenden Ausbildung zum Metallbauer/in oder Metallbaukonstrukteur/in gibt es hier.

Wettbewerb der Metallbau-Lernenden

In der Berufsschule Lenzburg wurden die Gewinner des diesjährigen Lehrlingswettbewerbes gekürt. Die ganze Woche konnten die Meisterwerke in der Berufsschule Lenzburg begutachtet werden.

Bei der Anreise war die Verwunderung gross, ob dem grossen Andrang. Selbst der Verkehr, musste von einem Verkehrsdienst geregelt werden. Erst beim Betreten des Schulareals wurde klar, dass noch ein Grossanlass der Gemeinde ausgeführt wurde. Nichts desto trotz kam auch zur Prämierung nicht gerade wenig Publikum welches mit dieser Ausstellung bestimmt den spannenderen Anlass besuchen durfte.

Die Ausstellung war ein Barstreetfestival der etwas anderen Art. Auch wenn man beim Besuch der verschiedenen Theken nicht mit etwas Kühlem bedient wurde, waren die verschiedenen Ideen und Ausführungen dennoch erfrischend. Man war froh, steckte man nicht in der Haut der dreiköpfigen Jury bestehend aus Dorothee Schwarz, Geschäftsführerin Schwarz Stahl, Lenzburg, Martin Lehner, Inhaber Mettler Schlosserei Metallbau AG, Kölliken und Franz Arnold, Künstler aus Schafisheim.

Um 18.00 Uhr war es so weit und die nervösen Teilnehmer wurden endlich erlöst. Nach einer kurzen Begrüssung durch Joel Nietlisbach, Verantwortlicher Metaltec Aargau, welcher Träger des Wettbewerbes ist, wurden die Sieger bekannt gegeben.  Jeder der ersten drei Ränge wurde durch je ein Jurymitglied verkündet und auch begründet. Die Jury legte vier wichtige Kriterien fest, die sie besonders berücksichtigten bei der Bewertung. Wichtig war erstens eine saubere Ausführung bei der das handwerkliche Geschick unter Beweis gestellt werden konnte. Zweitens, und ebenso wichtig, dass man auch die praktischen Aspekte berücksichtigt hat und die Bar somit auch Benutzerfreundlich ist und nicht nur ein Kunstobjekt. Zum Dritten wurde der Komfort bewertet. Ist die Thekenhöhe angenehm? Sind die Barhocker bequem? Etc. Viertens war natürlich das Design ein wichtiger Punkt.

Als der Sieger verkündet wurde begründet Franz Arnold das Urteil damit, dass die Bar nicht nur optisch sehr ansprechend und praktisch sei, sondern, dass besonders die Liebe zum Detail und die sorgfältige Handarbeit der Bar besonders aufgefallen sei. Das freute den Gewinner, Raphael Lauener, umso mehr: «Ich habe viel Freizeit und Herzblut in diese Bar investiert».

Nach der Rangverkündung wurden nun doch alle Besucher und Teilnehmer zu einem kleinen Apéro eingeladen und konnten noch gesellig verweilen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Bereit für die Berufswelt

Auch dieses Jahr haben wieder zahlreiche Metallbauer/innen und Metallkonstrukteure/innen ihre Lehre abgeschlossen. Das wohlverdiente Fähigkeitszeugnis durften sie während der Feier bei der Firma F.+H. Engel in Biel entgegennehmen. Für die Metallbaubranche sind qualitative Nachwuchskräfte äusserst wichtig. Deshalb freuten sich die beiden Referenten sehr, die neuen Absolventinnen und Absolventen in der Berufswelt begrüssen zu dürfen.

„Besonders zu Zeiten des Fachkräftemangels freut es mich, heute die zahlreichen Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger im Bereich des Metallbaus und der Metallkonstruktion bei uns begrüssen zu dürfen“, sagte Fabian Engel, Geschäftsführer der F.+H. Engel AG anlässlich der diesjährigen Lehrabschluss-feier. Das Unternehmen bildet selbst jedes Jahr Lernende aus. Dabei setzt die Firma auf ein familiäres Arbeitsklima und verfolgt eine langfristige Zusammenarbeit. Ein Lehrabschluss hat eine wichtige Bedeutung in unserem System. Denn dank der praktischen Ausbildung sind die Nachwuchskräfte eine Bereicherung für die Industrie und ein wichtiger Faktor für das Weiterbestehen dieser Branche.

Auch der Gastreferent und Berner Grossrat Daniel Trüssel freute sich. Als ehemaliger KMU Unternehmer war er während 20 Jahren selbst auf gut ausgebildetes Personal angewiesen. „Bei der KWT Kälte-Wärmetechnik AG schuf ich 130 Arbeitsplätze und konnte insgesamt über 100 Lehrlinge ausbilden. Diese sind zum Teil heute selber erfolgreiche Unternehmer.“ Damit hielt er ein klares Plädoyer für das duale Bildungssystem der Schweiz. Grundlage dafür bilden neben optimalen Rahmenbedingungen durch die Politik auch Betriebe, welche den jungen Menschen durch die berufliche Ausbildung eine Perspektive bieten. Die neuen Herausforderungen der Automatisierung und Modernisierung machen den Beruf heute besonders attraktiv. So sollen auch in Zukunft junge Leute motiviert sein, solchen Tätigkeiten nachzugehen.

Hauptdarsteller und Höhepunkt der Abschlussfeier waren zweifellos die Lehrabgänger, deren Leistung von den beiden Prüfungsobmännern Christoph Wyler und Reto Gfeller durch die Übergabe des Fähigkeitszeugnisses ausgezeichnet wurde. Mit Stolz durften sie sich den Gästen präsentieren und mit ihnen den persönlichen Erfolg feiern.

Metallbauer 1. Rang: Dominik Siegenthaler, jost metallbau ag, Zollikofen
Metallbaukonstrukteur 1. Rang: Dominic Mühlemann, Furrer Metallbau AG, Lausen

Die Feier wurde zum einen mit einer musikalischen Darbietung von «Wurfelzücker» und zum andern mit einem kulinarischen Abschluss gekrönt.

Mehr zur spannenden Ausbildung zum Metallbauer/in oder Metallbaukonstrukteur/in gibt es hier.

«Ich habe mich in den letzten Jahren persönlich und auch beruflich weiterentwickelt.»

«Ich habe mich in den letzten Jahren persönlich und auch beruflich weiterentwickelt. Ich kann heute Verantwortung für mich, aber auch für meine Lernenden übernehmen und bin reifer geworden. Früher war das nicht so, ich konnte nie lange stillsitzen und habe die Schule nicht so ernst genommen. Deshalb habe ich bei meinem ersten Anlauf zum Metallbauer EFZ die Standortbestimmung nicht bestanden. So habe ich zuerst die Ausbildung zum Metallbaupraktiker abgeschlossen und mich dann zum Metallbauer EFZ weitergebildet. Heute bin ich froh über diesen Weg, ich habe diese Zeit gebraucht, um zu reifen. Ich schätze meinen Beruf sehr. Metallbauer sind Allrounder und kennen sich mit verschiedenen Materialien aus. Es ist schön, mit den Händen zu arbeiten, und meine tägliche Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Wir bauen als Metallbauer die unterschiedlichsten Sachen und ich sehe am Abend, was ich den ganzen Tag gemacht habe. Auch das selbständige Arbeiten gefällt mir sehr gut. Ausserdem kann ich das Gelernte auch zu Hause einsetzen. Wenn es etwas zu reparieren oder zu bauen gibt, bin ich zur Stelle. Besonders stolz macht mich auch, dass ich bei der Ausbildung unserer Lernenden mithelfen kann. Das ist schön, weil ich auch Verantwortung dafür tragen darf.»

Raphael Walliser, 24, Metallbauer EFZ

Das Porträt von Raphael Walliser mit allen Informationen zum Beruf Metallbaupraktiker/in jetzt hier als PDF herunterladen.

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«Es kribbelt immer etwas in meinem Bauch»

«Es kribbelt immer etwas in meinem Bauch», sagt der angehende Metallbaukonstrukteur Severin Stalder. Das Kribbeln und die leichte Nervosität hat Severin vor allem dann, wenn das von ihm konstruierte Objekt in die Produktion oder auf die Montage geht. Schliesslich ist er dafür verantwortlich, dass die Masse exakt sind und das Bauteil anschliessend passend montiert werden kann. Macht der Metallbaukonstrukteur einen Fehler bei der Messung auf der Baustelle oder beim Konstruieren, kann das Folgen haben. Bis jetzt sei aber alles gut gegangen, meint Severin Stalder mit einem Lächeln.

Severin Stalder, 24, Metallbaukonstrukteur im 2. Lehrjahr

Das Porträt von Severin Stalder mit allen Informationen zum Beruf Metallbaukonstrukteur/in jetzt hier als PDF herunterladen.

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Von der Begeisterung für Metall und grossen Zukunftsplänen

Hosaini Nemart wollte schon immer einen Beruf ausüben, bei dem er Kopf und Körper gebrauchen kann. Den hat er als Metallbaupraktiker gefunden. «Beim Lesen der Pläne muss ich mich konzentrieren und mir genau überlegen, wie ich beginne. Später benötige ich Kraft, um die Sachen herzustellen, aber ich muss auch haargenau arbeiten, zum Beispiel beim Schweissen.» In einem Jahr ist er ausgebildeter Metallbaupraktiker. Was ist sein Erfolgsrezept? «Man braucht viel Motivation, um zu lernen, man sollte sich gut konzentrieren können, genau arbeiten und vor allem pünktlich sein», meint Hosiani schmunzelnd. Das sei in der Schweiz sehr wichtig. Hosaini ist erst seit vier Jahren in der Schweiz und will noch besser Deutsch lernen. Nach dem Abschluss der Ausbildung will er gleich noch den Metallbauer EFZ und später den Metallbaukonstrukteur anhängen. «Selber einen Plan zeichnen und konstruieren, das reizt mich.» Und Hosaini weiss auch, dass er mit einem Job in der Metallbaubranche gut bedient ist. Als Metallbauer könne man auf der ganzen Welt arbeiten, da viele Sachen wie Brücken, Fenster oder Türen aus Metall seien. Auf die Frage, was ihm besonders gut gefalle, meint er: «Ich habe täglich mit verschiedenen Leuten Kontakt, die kommen aus der ganzen Welt. Ausserdem lerne ich die unterschiedlichsten Maschinen bedienen, und Sport muss ich nicht noch zusätzlich machen, den habe ich bereits während meiner täglichen Arbeit.»

Hosaini Nemart, 21, Metallbaupraktiker im 1. Lehrjahr

Das Porträt von Hosaini Nemart mit allen Informationen zum Beruf Metallbaupraktiker/in jetzt hier als PDF herunterladen.

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