«Als Metallbauer kann ich etwas erschaffen.»

Oliver Schürch ist in der Ausbildung zum Metallbauer. Er arbeitet in einem Betrieb für Metall-, Stahl- und Glasbau sowie Fassaden- und Stahlkonstruktionen. Dort werden Fassaden, Wintergärten, Türen, Fenster, Stahlkonstruktionen und vieles mehr hergestellt. In seinem Job als Metallbauer kann er anpacken, was ihm gut gefällt.

Am Morgen meldet sich Oliver Schürch zuerst bei seinem Berufsbildner. Gemeinsam planen sie den Tag und legen die Tagesziele fest. Danach geht es gleich los mit der ersten Aufgabe, die Oliver zum Teil selbstständig und zum Teil mit Hilfe seiner Arbeitskollegen ausführt. Im Moment baut Oliver massive Türen für den Keller in einem Schlosshotel. Dabei kann er auch seine Lieblingsarbeit ausüben – das Schweissen. «Je mehr man schweisst, desto besser wird man. Es braucht viel Feingefühl und Erfahrung, ich will immer die perfekte Schweissnaht machen.» Sobald die Türen fertiggestellt sind, wird Oliver diese zusammen im Team vor Ort montieren. Das bringe viel Abwechslung in den Alltag, meint Oliver.

Teamwork ist wichtig
Die Arbeit im Team gefällt Oliver gut. «Ich lerne täglich von den erfahrenen Mitarbeitern und gleichzeitig kann ich mein Wissen auch an die Lernenden unter mir weitergeben, das ist schön.» Was gefällt ihm besser, selbstständig zu arbeiten oder im  Team? «Es kommt auf die Arbeit an. Ich arbeite gerne selbstständig, vor allem bei kleineren Aufträgen. Ist es etwas komplizierter, bin ich jedoch immer froh, kann ich mir Tipps bei den Arbeitskollegen holen.» Seine Begeisterung für die Metallbaubranche hat ihn bei einer Schnupperlehre gepackt. «Ich kam in die riesige Halle mit den grossen Maschinen und es war voll Action. Es wurde geschweisst und gearbeitet, das hat bei mir gleich das Feuer für diesen Beruf entfacht. Ich war schon immer einer, der etwas anpacken will.»

Schweissen gehört auch zum Alltag von Oliver Schürch.

Abwechslungsreicher Alltag
Die Ausbildung zum Metallbauer ist körperlich anspruchsvoll und es braucht ein gutes Vorstellungsvermögen, um Pläne zu lesen, was auch ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist. Der Alltag von Oliver Schürch ist abwechslungsreich, und er sieht am Abend das Resultat seiner Arbeit. Wenn er an einem Gebäude vorbeifährt, bei dem er an der Fassade mitgearbeitet hat, sei er sehr stolz. Nicht so gerne führt er Serienarbeit durch. Immer das gleiche Stück herzustellen, sei sehr monoton, aber gehöre halt auch dazu. Besonders wichtig ist für Oliver das Team. «Das muss stimmen, schliesslich arbeite ich viel im Team. Ich mag Streitereien nicht, dann ist es mühsam zu arbeiten. Mir ist wichtig, dass man offen miteinander sprechen kann.»

Ausbildung-Metallbauer

Auch in der Freizeit davon profitieren
Oliver findet es toll, dass er sein Handwerk auch im privaten Bereich nutzen kann. So ist er mit seinem Wissen und Können gefragt, wenn es zum Beispiel eine Tür neu einzustellen gilt, die nicht mehr richtig schliesst. «Ich erinnere mich an ein Beispiel in der Pfadi, da ging es darum, bei einer Kiste ein Spannset anzuziehen. Ich schaute dem Treiben zu und schmunzelte ein bisschen, weil es nicht klappen wollte. Schliesslich erledigte ich das in wenigen Handgriffen und alle waren begeistert. Das ist so ein klassisches Beispiel, wo man merkt: Der kann anpacken!» Das mache ihn sehr stolz.

Oliver würde seinen Beruf jederzeit wieder wählen. «Er ist vielseitig, ich kann mich austoben, anpacken und mich selber einbringen. Ich lerne täglich sehr viel Neues und es ist eine super Grundausbildung.» Und auch die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig, deshalb hat Oliver die Qual der Wahl. Er hat sich noch nicht entschieden, was er nach der Ausbildung machen möchte. «Es gibt so viele Möglichkeiten, ich konnte mich noch nicht festlegen. Die Berufsmatura würde mich interessieren, aber ich habe ja noch etwas Zeit.»

Oliver Schürch 19 Jahre, 3. Lehrjahr Metallbauer EFZ Fachrichtung Metallbau

Das Porträt von Oliver Schürch mit allen Informationen zum Beruf Metallbauer/in EFZ jetzt hier als PDF herunterladen.

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