«Es kribbelt immer etwas in meinem Bauch»

«Es kribbelt immer etwas in meinem Bauch», sagt der angehende Metallbaukonstrukteur Severin Stalder. Das Kribbeln und die leichte Nervosität hat Severin vor allem dann, wenn das von ihm konstruierte Objekt in die Produktion oder auf die Montage geht. Schliesslich ist er dafür verantwortlich, dass die Masse exakt sind und das Bauteil anschliessend passend montiert werden kann. Macht der Metallbaukonstrukteur einen Fehler bei der Messung auf der Baustelle oder beim Konstruieren, kann das Folgen haben. Bis jetzt sei aber alles gut gegangen, meint Severin Stalder mit einem Lächeln.

Severin Stalder, 24, Metallbaukonstrukteur im 2. Lehrjahr

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Von der Begeisterung für Metall und grossen Zukunftsplänen

Hosaini Nemart wollte schon immer einen Beruf ausüben, bei dem er Kopf und Körper gebrauchen kann. Den hat er als Metallbaupraktiker gefunden. «Beim Lesen der Pläne muss ich mich konzentrieren und mir genau überlegen, wie ich beginne. Später benötige ich Kraft, um die Sachen herzustellen, aber ich muss auch haargenau arbeiten, zum Beispiel beim Schweissen.» In einem Jahr ist er ausgebildeter Metallbaupraktiker. Was ist sein Erfolgsrezept? «Man braucht viel Motivation, um zu lernen, man sollte sich gut konzentrieren können, genau arbeiten und vor allem pünktlich sein», meint Hosiani schmunzelnd. Das sei in der Schweiz sehr wichtig. Hosaini ist erst seit vier Jahren in der Schweiz und will noch besser Deutsch lernen. Nach dem Abschluss der Ausbildung will er gleich noch den Metallbauer EFZ und später den Metallbaukonstrukteur anhängen. «Selber einen Plan zeichnen und konstruieren, das reizt mich.» Und Hosaini weiss auch, dass er mit einem Job in der Metallbaubranche gut bedient ist. Als Metallbauer könne man auf der ganzen Welt arbeiten, da viele Sachen wie Brücken, Fenster oder Türen aus Metall seien. Auf die Frage, was ihm besonders gut gefalle, meint er: «Ich habe täglich mit verschiedenen Leuten Kontakt, die kommen aus der ganzen Welt. Ausserdem lerne ich die unterschiedlichsten Maschinen bedienen, und Sport muss ich nicht noch zusätzlich machen, den habe ich bereits während meiner täglichen Arbeit.»

Hosaini Nemart, 21, Metallbaupraktiker im 1. Lehrjahr

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«Ich sehe am Abend das Resultat meiner Arbeit.»

Oliver Baumgartner arbeitet als Metallbauer Fachrichtung Schmiedearbeiten in einer Schmiede und Schlosserei. Sein Lehrbetrieb macht verschiedene Metallbauarbeiten und auch allgemeine Schmiedearbeiten. Das heisst, er schmiedet zum Beispiel Teile für Fenstergitter, Geländer, Treppen und Tore oder fertigt Dekorationsgegenstände für Wohnungen an. Ein normaler Arbeitstag beginnt für den jungen Mann mit dem Wechseln seiner Kleidung. Er zieht seine Arbeitskleidung an, damit seine eigenen Kleider nicht schmutzig werden. Danach werden die Aufgaben verteilt und der Tag geplant. Meistens ist Oliver in der Werkstatt anzutreffen, ab und zu begleitet er seinen Chef auf die Baustelle, dort nimmt er die genauen Masse für einen Auftrag oder montiert die fertigen Objekte wie ein Balkongeländer oder Tore. Ein typischer Auftrag für Oliver ist auch das Nachschmieden von Maurerwerkzeugen. Die sogenannten Spitzeisen verlieren mit der Zeit die spitze Form und müssen nachgeschmiedet werden.

Bei seinem aktuellen Auftrag schmiedet er einige Grillzangen und einen Grill aus Metall. Um die Grillzange herzustellen, erhitzter einen geraden Metallstab in der über 1000 Grad heissen Esse, auf dem offenen Feuer, bis er glüht. Danach bearbeitet er das Stück mit einem Hammer auf dem Amboss so lange, bis die Form stimmt. Auf diesem Weg werden auch verschnörkelte Balkongeländer oder Tore hergestellt. Oftmals sind es richtige Kunstwerke. «Ich bin stolz, beherrsche ich das Handwerk des Schmiedens. Es braucht Kraft, aber auch viel Feingefühl.» Oliver Baumgartner ist nach Abschluss seiner Ausbildung ein Metallbauer, der gleichzeitig auch schmieden kann. «Das ist ein zusätzliches Plus, ich habe noch etwas mehr zu bieten.» Oliver gefällt besonders, dass er so viel Abwechslung in seinem Alltag hat und dass er am Ende des Tages ein Resultat sieht.

Oliver Baumgartner, 18, Metallbauer Fachrichtung Schmiedearbeiten im 3. Lehrjahr

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«Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.»

«Wer weiterkommen will, muss Einsatz zeigen und sich weiterbilden. Deshalb habe ich nach meiner Grundausbildung zum Schmied noch die Zusatzlehre zum Metallbaukonstrukteur EFZ angehängt, dann die Weiterbildung zum Metallbaukonstrukteur BP absolviert und schliesslich den eidgenössisch diplomierten Techniker HF Metallbau angehängt. Diese Entwicklung hat sich so ergeben, weil es mich plötzlich gekitzelt hat, noch mehr zu machen. Heute darf ich fordernde und komplexe Projekte betreuen, was mich sehr stolz macht. Unseren Lernenden will ich ein Vorbild sein, ich versuche, mir Zeit zu nehmen und ihnen zu zeigen: Du bist wichtig und wirst gebraucht. Toll finde ich an der Ausbildung zum Metallbaukonstrukteur oder zur Metallbaukonstrukteurin, dass die Lernenden von Anfang an viel Verantwortung übernehmen dürfen und selbstständig arbeiten können. An meinem Job schätze ich die Vielseitigkeit, dass ich mir den Arbeitstag selber einteilen kann und ich viel Kreativität und Freiheit ausleben darf. Heutzutage muss man am Ball bleiben und sich laufend weiterentwickeln, das passiert bei mir ganz automatisch wie in einem Reifeprozess.»

Oswin Felder, 34, Metallbauprojektleiter

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«Die Arbeit im Team macht Spass.»

Aleksandar Antic arbeitet als Metallbaupraktiker in einem Stahl- und Metallbaubetrieb und schliesst seine Ausbildung bald ab. Seine tägliche Arbeit findet vor allem auf Baustellen statt, was ihm sehr gut gefällt, vor allem wegen seines Teams.

Aleksandar Antic ist ein Frühaufsteher. Um 5.00 Uhr klingelt sein Wecker und um 6.15 Uhr ist er bereits in seinem Lehrbetrieb. Dort trifft sich das Team, lädt das benötigte Material in den Transportwagen und ist pünktlich um 7.00 Uhr auf der Baustelle, wo die eigentliche Arbeit beginnt. Aleksandar und sein Team montieren bei den Kunden die unterschiedlichsten Objekte. Sie bauen Fenster ein, wechseln Fassaden aus, montieren Türen oder bauen das Vordach eines Hauses. Meistens ist Aleksandar auf der Baustelle anzutreffen, nur selten arbeitet er in der Werkstatt, das gefällt ihm gut: «Ich bin viel unterwegs von Baustelle zu Baustelle, ich bin gerne draussen und kann immer wieder unterschiedliche Arbeiten ausführen.»

Aleksandar schliesst seine zweijährige Ausbildung zum Metallbaupraktiker bald ab. Deshalb verbringt er im Moment etwas mehr Zeit in der Werkstatt. «Bald ist mein Qualifikationsverfahren, da muss ich noch viel üben. Ich mache noch einige Fehler, aber ich denke, es kommt gut. Ich habe ja noch etwas Zeit.» Was er nach seiner Ausbildung zum Metallbaupraktiker machen möchte, liegt für ihn auf der Hand. Er wird mit grösster Wahrscheinlichkeit noch den Metallbauer EFZ absolvieren, das bedeutet für ihn eine verkürzte Lehrzeit von drei Jahren. Aleksandar ist erst vor vier Jahren in die Schweiz gekommen und hatte Mühe mit der deutschen Sprache. Jetzt spricht er fliessend Deutsch und ist stolz. «Das meiste habe ich bei meiner täglichen Arbeit gelernt, anders geht es nicht.» Die Sprachschwierigkeiten waren auch der Ausschlag, dass er sich für den Metallbaupraktiker und nicht den Metallbauer EFZ entschied. Für ihn genau der richtige Weg. «Jetzt kann ich besser Deutsch und bin bereit für die Ausbildung zum Metallbauer.» Auf die Idee, eine Ausbildung im Metallbau zu machen, hatte ihn sein Onkel gebracht. Auch er ist Metallbauer, und Aleksandar kam so schon als Kind in Berührung mit der Metallbaubranche. «Für mich war klar, dass ich Metallbauer schnuppern möchte, das habe ich getan – gleich zweimal. Und es hat mich überzeugt.»

Heute ist er zufrieden mit seiner Wahl. Besonders schön findet Aleksandar, dass er es mit vielen unterschiedlichen Leuten zu tun hat: «Wir arbeiten im Team und treffen auf den Baustellen immer wieder neue Leute, das gefällt mir. Ich habe gelernt, dass es zusammen einfacher geht als allein. Gerade wenn wir schwere Dinge montieren, ist die Hilfe von anderen Leuten unerlässlich. Und logischerweise macht die Arbeit im Team auch einfach mehr Spass.» Was gefällt ihm sonst noch an seinem Job? Wie aus der Pistole geschossen meint Aleksandar: «Das Schweissen!» Es brauche viel Feingefühl, Erfahrung und Können, eine Aufgabe, die er gerne macht und die mit jedem Mal besser wird. Das Einzige, was Aleksandar nicht mag, ist Schnee. «Im Winter draussen auf der Baustelle zu montieren und es schneit und der Wind pfeift um die Ecken, na ja, da gibt es sicher Schöneres. Dafür geniesse ich es im Sommer umso mehr.» Welche Voraussetzungen braucht es, um den Beruf Metallbaupraktiker zu lernen? Aleksandar meint, einen starken Charakter müsse man haben und Köpfchen. Schliesslich gehe es immer wieder darum, neue und kreative Lösungen zu finden und umzusetzen.

Aleksandar Antic, 18, Metallbaupraktiker im 2. Lehrjahr

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«Ich bin stolz darauf, dass ich einen handwerklichen Beruf gelernt habe.»

«Mein Job ist sehr abwechslungsreich, ich kann kreieren und sehe am Abend, was ich gearbeitet habe. Ich habe mich vor Jahren für den Beruf Metallbauer entschieden und es bis heute nie bereut. Es ist eine sehr gute Grundausbildung, die viele Möglichkeiten bietet. Nach meiner Grundausbildung habe ich auf dem Beruf gearbeitet und mich dann zum Metallbaukonstrukteur ausbilden lassen. Gleich anschliessend habe ich die Berufsprüfung Konstrukteur absolviert. In meiner aktuellen Funktion als Projektleiter betreue ich ein Projekt von Anfang bis Schluss. Von der Offertstellung über die Konstruktion am Computer bis hin zur Montage auf der Baustelle. Ich mache auch Abklärungen mit Architekten und Bauherren und bin ständig in Kontakt mit verschiedenen Leuten. Das ist manchmal aber auch sehr stressig. Das Schönste für mich ist, dass jedes Objekt ein Unikat ist. Das heisst, ich kann nie einfach eine Schublade öffnen und eine vorgefertigte Lösung herausnehmen. Ich kann immer kreativ sein und individuelle Lösungen suchen. Dabei hilft mir auch die Grundausbildung zum Metallbauer. Ich weiss genau, wie es an der Front läuft und was machbar ist und was nicht.»

Fabio Kobel, 27, Metallbauprojektleiter

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«Metallbau ein Handwerk mit goldenem Boden.»

«Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Metallbauer ein Beruf mit Zukunft ist. Metall gilt als wertig, elegant und filigran – früher wie heute. Für mich hat dieses Handwerk einen goldenen Boden. Ich bin heute Geschäftsführer eines Metallbaubetriebs und habe ursprünglich Metallbauer gelernt, eine gute und bodenständige Grundlage. Besonders schätze ich an meinem Job die Projektarbeit. Das bedeutet, jeder Auftrag hat einen Anfang, aber auch ein Ende. Damit ist Abwechslung garantiert, man hat immer wieder mit anderen Kunden und Aufträgen zu tun. Die Ausbildung unserer Angestellten liegt mir sehr am Herzen, deshalb organisieren wir regelmässig Kurse und Weiterbildungen, da sehe ich uns in der Pflicht. Wir können auf diese Weise das Potenzial der Mitarbeitenden wecken und gleichzeitig den Betrieb weiterbringen. Mir ist auch wichtig, dass wir den unterschiedlichsten Leuten eine Chance auf dem Arbeitsmarkt geben, sie fördern, aber auch fordern. Von unseren Lernenden wünsche ich mir, dass sie initiativ sind und bleiben, ein Ziel vor Augen haben und vor allem Verantwortung übernehmen.»

Frank Hochueli, Metallbauingenieur

«Ich liebe die körperliche Arbeit und Abwechslung.»

Der angehende Metallbauer Benjamin Blasnig steht in der riesigen Halle seines Ausbildungsbetriebs. Er trägt Gehörschutz und Schutzbrille und ist voll konzentriert bei der Arbeit. Vor ihm liegen meterlange Stahlträger in Reih und Glied, an der Decke über ihm baumeln grosse Krane, die ihm helfen, die tonnenschweren Stahlbauten von A nach B zu heben. Ab und zu wirft er einen Blick auf die Konstruktionspläne, die hinter ihm an einer Metallwand befestigt sind, und arbeitet dann konzentriert weiter. Im Moment fertigt er Teile für den Neubau eines Einkaufszentrums an. Dabei ist das Schweissen ein wichtiger Bestandteil, die Funken fliegen, der Geräuschpegel ist hoch und die Luft riecht nach heissem Stahl.

Bildquelle: marclatzel.com

Noch vor nicht allzu langer Zeit sah die Umgebung von Benjamin Blasnig ganz anders aus. Er sass an einem Bürotisch, vor sich der Computer, und verrichtete Büroarbeiten. «Meine erste Ausbildung war eine kaufmännische Lehre, etwas komplett anderes. Allerdings war ich nicht glücklich, mein Kopf war nach einem Tag im Büro todmüde, körperlich war ich aber noch fit. Ich merkte bald, ich will etwas Handwerkliches machen, bei dem ich körperlich arbeiten kann.» Gesagt, getan. Benjamin suchte und fand seinen Ausbildungsplatz zum Metallbauer EFZ Fachrichtung Stahlbau. Die Verarbeitung von Stahl fasziniert Benjamin. «Das Handwerk mit Metall hat mich immer gereizt, im Stahlbau habe ich das gefunden, was ich gesucht habe. Ich habe das Grosse und Massive gern», meint Benjamin schmunzelnd. Als Metallbauer Fachrichtung Stahlbau errichtet Benjamin grosse Tragwerke, Brücken und Hallenbauten.

Metallbauer

Benjamin hat seinen Wechsel vom Büro in die Werkstatt noch nie bereut. «Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich kann es jeweils kaum erwarten, einen neuen Konstruktionsplan in den Händen zu halten. Ich brauche den Kopf, um die Pläne zu lesen und zu verstehen, und die Hände, um das Bauwerk umzusetzen, das ist extrem schön.» Besonders stolz ist Benjamin auf das Endprodukt. «Das Gefühl, wenn du über die Brücke fährst, an der du gearbeitet hast, ist unbezahlbar.» Im Moment arbeitet Benjamin gerade an einer Trägerkonstruktion für den Neubau eines grossen Einkaufszentrums. Die einzelnen Teile werden in der Werkstatt anhand der Konstruktionspläne gebaut. Zuerst wird das benötigte Material zugeschnitten, anschliessend beginnt die Verarbeitung. Dazu gehören auch Arbeiten wie das Schweissen, Bohren und Schleifen. Dafür stehen ihm in der Werkhalle moderne, teilweise auch computergesteuerte Maschinen zur Verfügung. «Dass ich ein Objekt von A bis Z herstellen kann, gefällt mir an meinem Job am besten. Zuerst studiere ich Pläne, bereite das benötigte Material vor, schweisse, bohre und lackiere. Am Schluss montiere ich es vor Ort auf der Baustelle. Schwindelfrei muss man auf alle Fälle sein, schliesslich arbeiten wir oft in schwindelerregender Höhe.» Diese Abwechslung mag Benjamin, «wir sind nicht nur in der Werkstatt, sondern fahren auch zum Kunden und montieren die Bauelemente. Das gibt Abwechslung in den Alltag.»

Benjamin konnte seine Metallbauerlehre um ein Jahr verkürzen, da er bereits eine Grundausbildung hat. In drei Jahren ist Benjamin dann ausgebildeter Metallbauer EFZ und er liebäugelt bereits wieder mit einem weiteren Beruf in der Metallbaubranche. «Die Fachrichtung Schmiedearbeiten finde ich auch hoch spannend. Aber zuerst will ich jetzt die Lehre erfolgreich abschliessen und dann schauen wir weiter.»

Benjamin Blasnig, 27, Metallbauer EFZ Fachrichtung Stahlbau im 2. Lehrjahr

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«Ich liebe die Arbeit mit Metall.»

Für Raul Robles gibt es gleich mehrere Gründe, weshalb er sich für die Ausbildung zum Metallbaupraktiker entschieden hat. «Ich habe schon immer sehr gern mit Metall gearbeitet und mein ehemaliger Lehrer hat mir den Beruf deshalb auch nahegelegt.» Nach einer Schnupperlehre war für Raul klar, dass er in der Metallbaubranche arbeiten möchte. «Es gefällt mir sehr gut und macht Spass. Besonders das Schweissen liebe ich. Die verschiedenen Schweissnähte, die es gibt, sind interessant. Schweissen will gelernt sein, je mehr man es macht, desto besser wird man.»

Besonders ärgerlich ist es für Raul, wenn er einen Fehler macht. «Das stresst mich sehr, ich will fehlerfrei arbeiten.» Aber Raul wird mit jedem Tag besser, in einem Jahr schliesst er seine Ausbildung zum Metallbaupraktiker ab und hat grosse Pläne: «Ich will eines Tages Ingenieur werden, ich möchte meine Mutter stolz machen, und wenn ich später einmal eine Familie habe, will ich für die Kinder gut sorgen können.» Ein junger Mann mit grossen Zielen. Er wisse schon, dass er dafür noch viel lernen müsse, aber das Wichtigste sei, motiviert und fleissig zu sein. Der nächste Schritt in der Laufbahn von Raul ist die Ausbildung zum Metallbauer EFZ, das sei für ihn bereits klar. Im Moment baut Raul gerade einen Grill. Zusammen mit seinen Schulkollegen gebe es bald eine Grillparty: «Das macht mich sehr stolz.»

Raul Robes, 21 Jahre, 1. Lehrjahr Metallbaupraktiker

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«Das fertige Produkt zu sehen, macht mich sehr stolz.»

Arbeitsbeginn für die angehende Metallbaukonstrukteurin Céline Werren ist 7.00 Uhr. Als Erstes checkt sie ihre Mails und erledigt einige Pendenzen, danach beginnt sie sofort mit ihrem aktuellen Projekt. Ein Kunde hat eine Erweiterung seines Balkons bestellt. Stolz zeigt Céline ihre Zeichnung des Balkons, die sie im CAD-Programm (Computer unterstütztes Zeichnen) erstellt hat. Mit diesem Programm arbeitet sie täglich. Hier entstehen Brücken, Fenster, Fassaden und sogar Fussballstadien. Es ist das tägliche Arbeitsmittel der angehenden Metallbaukonstrukteurin. Neben dem Balkongeländer konstruiert Céline auch eine Treppe im Aussenbereich sowie eine Türe mit speziellem Brandschutzsystem.

Bildquelle: marclatzel.com

Vom Büro auf die Baustelle
Céline sitzt aber nicht den ganzen Tag am Computer. «Ich bin auch auf der Baustelle unterwegs, um sogenannte Massaufnahmen zu machen. Das heisst, ich nehme vor Ort die exakten Masse, um genau arbeiten zu können.» Während des ganzen Projekts steht sie ständig im Kontakt mit den Architekten, den Kunden und den Metallbauern in der Werkstatt, die ihr Objekt herstellen. Céline ist im 1. Lehrjahr in der Ausbildung zur Metallbaukonstrukteurin und liebt ihren Beruf. «Ich habe die Begeisterung für den Metallbau von meinem Vater geerbt. Meine Eltern haben einen eigenen Metallbaubetrieb, und immer wenn wir als Familie mit dem Auto unterwegs sind, machen wir Abstecher, damit uns der Vater die von ihm konstruierten Objekte wie Türen, Balkongeländer oder Vordächer zeigen kann.» Das hat Céline geprägt, obwohl sie zuerst Kleinkindererzieherin werden wollte. Jetzt ist sie aber sehr froh, hat sie sich für den Beruf der Metallbaukonstrukteurin entschieden.

Die Begeisterung ist Céline Werren anzumerken, wenn sie von ihrem Beruf erzählt. «Es ist einfach ein spannender Job und sehr abwechslungsreich. Ich arbeite im Büro mit dem Computer, bin aber auch auf der Baustelle unterwegs. Ich bin ständig in Bewegung, gehe in die Werkstatt und schaue, wie weit meine Konstruktion schon fortgeschritten ist. Ich kann im Team arbeiten und stehe ständig mit unterschiedlichen Personen im Kontakt.» Besonders fasziniert ist Céline von den vielfältigen Konstruktionen, die sie kreieren kann. «Ich mache nie zweimal das Gleiche. Jedes Projekt ist eine Massanfertigung und hat eine andere Ausgangssituation. Man hat immer mit anderen Personen zu tun und das macht es extrem spannend.»

Ein Beruf für alle die Abwechslung möchten
Céline Werren besucht parallel zur vierjährigen Ausbildung die technische BMS. Das sei schon anstrengend, da sie zusätzlich noch viel lernen müsse, meint Céline. Aber sie weiss auch, dass ihr damit für ihre berufliche Zukunft einige Türen mehr offen stehen. Was genau Céline nach der Lehre machen will, weiss sie noch nicht. «Aber das hat ja noch etwas Zeit», meint Céline schmunzelnd. Wem empfiehlt Céline den Beruf des Metallbaukonstrukteurs, der Metallbaukonstrukteurin? «Allen, die gern im Büro am Computer arbeiten, aber gleichzeitig auch unterwegs sein und vor allem etwas erschaffen möchten.» Um die Lehre zur Metallbaukonstrukteurin erfolgreich abzuschliessen, brauche es aus ihrer Sicht ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, gute Mathematikkenntnisse, und man sollte offen und kontaktfreudig sein. «Ich kann Türen, Autounterstände, Passerellen und Fassaden erbauen – mir sind praktisch keine Grenzen gesetzt», sagt Céline stolz. Und meint mit einem Augenzwinkern: Sie habe es ihrem Vater schon gleichgetan und zeige ihren Freunden auch ab und zu die von ihr konstruierten Objekte.

Céline Werren, 17 Jahre, 1. Lehrjahr Metallbaukonstrukteurin EFZ

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«Als Metallbauer kann ich etwas erschaffen.»

Oliver Schürch ist in der Ausbildung zum Metallbauer. Er arbeitet in einem Betrieb für Metall-, Stahl- und Glasbau sowie Fassaden- und Stahlkonstruktionen. Dort werden Fassaden, Wintergärten, Türen, Fenster, Stahlkonstruktionen und vieles mehr hergestellt. In seinem Job als Metallbauer kann er anpacken, was ihm gut gefällt.

Am Morgen meldet sich Oliver Schürch zuerst bei seinem Berufsbildner. Gemeinsam planen sie den Tag und legen die Tagesziele fest. Danach geht es gleich los mit der ersten Aufgabe, die Oliver zum Teil selbstständig und zum Teil mit Hilfe seiner Arbeitskollegen ausführt. Im Moment baut Oliver massive Türen für den Keller in einem Schlosshotel. Dabei kann er auch seine Lieblingsarbeit ausüben – das Schweissen. «Je mehr man schweisst, desto besser wird man. Es braucht viel Feingefühl und Erfahrung, ich will immer die perfekte Schweissnaht machen.» Sobald die Türen fertiggestellt sind, wird Oliver diese zusammen im Team vor Ort montieren. Das bringe viel Abwechslung in den Alltag, meint Oliver.

Teamwork ist wichtig
Die Arbeit im Team gefällt Oliver gut. «Ich lerne täglich von den erfahrenen Mitarbeitern und gleichzeitig kann ich mein Wissen auch an die Lernenden unter mir weitergeben, das ist schön.» Was gefällt ihm besser, selbstständig zu arbeiten oder im  Team? «Es kommt auf die Arbeit an. Ich arbeite gerne selbstständig, vor allem bei kleineren Aufträgen. Ist es etwas komplizierter, bin ich jedoch immer froh, kann ich mir Tipps bei den Arbeitskollegen holen.» Seine Begeisterung für die Metallbaubranche hat ihn bei einer Schnupperlehre gepackt. «Ich kam in die riesige Halle mit den grossen Maschinen und es war voll Action. Es wurde geschweisst und gearbeitet, das hat bei mir gleich das Feuer für diesen Beruf entfacht. Ich war schon immer einer, der etwas anpacken will.»

Schweissen gehört auch zum Alltag von Oliver Schürch.

Abwechslungsreicher Alltag
Die Ausbildung zum Metallbauer ist körperlich anspruchsvoll und es braucht ein gutes Vorstellungsvermögen, um Pläne zu lesen, was auch ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist. Der Alltag von Oliver Schürch ist abwechslungsreich, und er sieht am Abend das Resultat seiner Arbeit. Wenn er an einem Gebäude vorbeifährt, bei dem er an der Fassade mitgearbeitet hat, sei er sehr stolz. Nicht so gerne führt er Serienarbeit durch. Immer das gleiche Stück herzustellen, sei sehr monoton, aber gehöre halt auch dazu. Besonders wichtig ist für Oliver das Team. «Das muss stimmen, schliesslich arbeite ich viel im Team. Ich mag Streitereien nicht, dann ist es mühsam zu arbeiten. Mir ist wichtig, dass man offen miteinander sprechen kann.»

Ausbildung-Metallbauer

Auch in der Freizeit davon profitieren
Oliver findet es toll, dass er sein Handwerk auch im privaten Bereich nutzen kann. So ist er mit seinem Wissen und Können gefragt, wenn es zum Beispiel eine Tür neu einzustellen gilt, die nicht mehr richtig schliesst. «Ich erinnere mich an ein Beispiel in der Pfadi, da ging es darum, bei einer Kiste ein Spannset anzuziehen. Ich schaute dem Treiben zu und schmunzelte ein bisschen, weil es nicht klappen wollte. Schliesslich erledigte ich das in wenigen Handgriffen und alle waren begeistert. Das ist so ein klassisches Beispiel, wo man merkt: Der kann anpacken!» Das mache ihn sehr stolz.

Oliver würde seinen Beruf jederzeit wieder wählen. «Er ist vielseitig, ich kann mich austoben, anpacken und mich selber einbringen. Ich lerne täglich sehr viel Neues und es ist eine super Grundausbildung.» Und auch die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig, deshalb hat Oliver die Qual der Wahl. Er hat sich noch nicht entschieden, was er nach der Ausbildung machen möchte. «Es gibt so viele Möglichkeiten, ich konnte mich noch nicht festlegen. Die Berufsmatura würde mich interessieren, aber ich habe ja noch etwas Zeit.»

Oliver Schürch 19 Jahre, 3. Lehrjahr Metallbauer EFZ Fachrichtung Metallbau

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Metallbauer Tobin Meyers wird beim Wettbewerb «Lehrling des Jahres» Dritter

Am 5. Dezember 2017 durfte sich Tobin Meyers als Dritter des Wettbewerbs «Lehrling des Jahres» beider Basel feiern lassen. Gegen 55 Lernende hatte er sich behauptet und erfreute sich nebst dem Erfolg an einem Geldpreis.

An der Preisverleihung im Congress Center Basel wurden alle Finalisten einem grossen Publikum vorgestellt und die Gewinner gekürt. Einen Podestplatz erreichte Metallbauer Tobin Meyers. An seinem Beruf mag er, dass man aus dem Rohmaterial, einem harten kalten Stahl durch die Bearbeitung ein schönes Produkt herstellen kann, das jeder sieht und in den Händen hat, wie beispielsweise ein Geländer. «Dieses kann man auch Freunden zeigen, das ist ein tolles Gefühl», meint er weiter.

Auch Michel Hasler, sein Berufsbildner bei der Jakob Gutknecht AG, weiss nur Gutes über ihn zu berichten. «Tobin ist ein talentierter, motivierter und sehr zuverlässiger junger Berufsmann, der mit beiden Beinen im Leben steht. Er ist ein Vollblut-Handwerker, der zu hundert Prozent hinter dem Metallbau steht.»

Nationaler Zukunftstag: Mädchen entdecken den Beruf Metallbauerin

Im Rahmen des nationalen Zukunftstages entdeckten schweizweit über 75 Schülerinnen der 5. bis 7. Klasse den Beruf Metallbauerin. Das Spezialprojekt «Mädchen-Technik-los!» stiess auf grosses Interesse. Die Mädchen stellten verschiedene Objekte her, bei der A. Lanz AG, Metallbau in Huttwil zum Beispiel kreierten die Mädchen einen Zeitungssammler. In der Technischen Fachschule durften die Mädchen ein Schmuckkästchen herstellen.

Der 9. November war ein ereignisreicher Tag für rund 75 Mädchen. Am nationalen Zukunftstag erhielten sie einen Einblick in die Welt des Metallbaus. Jede Schülerin stellte unter Aufsicht ein Objekt aus Metall her. Dabei lernten die Mädchen verschiedene Arbeitstechniken kennen und durften ihr Können beim Feilen, Bohren, Sägen und Schweissen zeigen.

Zufrieden ist man auch von Seiten des Koordinationsteams. AM Suisse, der Dachverband der Metallbaubrache koordinierte in Zusammenarbeit mit den Betrieben den Zukunftstag. Thomas Zimmermann, Leiter des Fachverbandes Metaltec Suisse ist sich sicher, dass der Tag bei den Mädchen nachhaltig in Erinnerung bleiben wird: «Uns ist es ein Anliegen, den Mädchen zu zeigen, dass der Beruf vielseitig und spannend ist sowie sehr gute Perspektiven für die berufliche Karriere bietet. Ich hoffe das ist uns gelungen.»

Zwei neue Sponsoren für metall+du

Ausbildung-Metallbau

Einen herzlichen Dank an unsere Sponsoren, die das Werbekonzept metall+du tatkräftig unterstützen. Wir freuen uns über unsere neuen Sponsoren:

  • Reynaers AG Aluminium Systeme
  • Gilgen Door Systems AG

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Lehrling des Jahres: Jetzt für Tobin Meyers voten

Im Kanton Basel wird der «Lehrling des Jahres» gekürt. Nominiert ist auch Metallbauer Tobin Meyers von der Jakob Gutknecht AG, Muttenz.

Die Auszeichnung hat zum Ziel, die berufliche Grundbildung in der Region einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und das Image der Berufslehre weiter zu steigern. Die Preisverleihung findet am 5. Dezember 2017 statt. Stimmen Sie jetzt für Tobin Meyers ab.

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Gurtner Metallbau AG und metall+du an der BUGA 17

Vom 27. bis 29. Oktober 2017 fand in Buchs die Gewerbeausstellung BUGA 17 statt. Die Gurtner Metallbau AG war mit einem Stand vor Ort und brachte so metall+du unter die Leute. Die Verantwortlichen freuten sich über ein erfolgreiches Wochenende, mit vielen interessanten Gesprächen und Begegnungen.

Dank der Nachwuchskampagne metall+du und dem Wettbewerb Beschlageinbau fanden Jung und Alt den Weg an den Stand. Interessierte konnten sich selber beim Zusammenbauen einer Türe versuchen und wurden gleichzeitig über den Beruf des Metallbauers informiert.

Übrigens: Die Mitarbeiter der Gurtner Metallbau AG sind auch Botschafter für metall+du. Sie werden aktuell mit den neuen, mit metall+du bedruckten T-Shirts und Pullovern ausgestattet. Die metall+du Mütze kommt bei den Mitarbeitern in der kälteren Jahreszeit ebenfalls sehr gut an.

Interessierte Unternehmen können jederzeit unter diesem LINK Kleidung von metall+du bestellen.

Metallbauer Michael Graf feierlich empfangen

Das WorldSkills-Abenteuer 2017 ist bereits wieder Geschichte. Der Metallbauer Michael Graf und Experte Roger Müller wurde zusammen mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer lautstark am Flughafen Zürich empfangen. Rund 1000 Angehörige, Freunde, Arbeitskollegen und Fans erwarten das SwissSkills Team, Expertinnen und Experten und die Delegationsleitung. Eine imposante Kulisse fürs Auge wie fürs Ohr: Transparente, ein rot-weisses Fahnen- und Fähnchenmeer, ohrenbetäubendes Kuhglockengeläut.

Michael Graf wurde herzlich mit einem Transparent des Fachverbands Metallbau, Metaltec Suisse, empfangen. Ihn erwartete eine besondere Überraschung als Geschenk: Und zwar ein 2-Gang Akku-Bohrschrauber von FEIN. Herzlichen Dank dafür!

 

WorldSkills 2017: Besondere Ehre für Michael Graf

Eine besondere Ehre wurde Metallbauer Michael Graf zuteil: An der Eröffnungsfeier durfte er die SwissSkills-Team-Glocke tragen. Der Wettkampf der Metallbauer startete mit Verzögerung aber ist jetzt in vollem Gange.