Aargauer Metallbau-Lernende beeindrucken mit selbst kreierten Tischen

Bereits zum achten Mal hat der Fachverband Metaltec Aargau einen Wettbewerb für seine Lernenden organisiert. Zwei angehende Metallbauerinnen und 31 angehende Metallbauer haben ihre Arbeiten zum Thema «Fantas-Tisch» eingereicht und überzeugten die Jury mit Kreativität und handwerklicher Fertigkeit.
Wer durch die beiden Ausstellungsräume in der Berufsschule Lenzburg läuft und sich die Arbeiten anschaut, welche der Aargauer Metallbau-Nachwuchs eingereicht hat, der staunt nicht schlecht. Denn die Vielfalt der Arbeiten, die zum Thema «Fantas-Tisch» eingereicht wurden, ist beeindruckend.
Es gibt Couchtische, Stehtische, Bürotische und Esstische, die mit verschiedensten Materialien – neben Metall auch Holz, Glas und verschiedene Kunststoffe – gefertigt wurden. Einige mit integrierter Beleuchtung, andere ohne. Und ein paar Tische wiesen gar ganz besondere Features wie einen integrierten Grill oder eine Heizstelle für ein Fondue-Caquelon auf. «Ich bin fasziniert von den Arbeiten der Lernenden. Sie gefallen mir wirklich sehr gut», so Roger Wälti, der die angehenden Metallbauer und Metallbauerinnen EFZ als Berufsschullehrer betreut.
Kreativität statt fixe Vorgaben
Der Wettbewerb für die Metallbau-Lernenden wird vom Fachverband Metaltec Aargau alle drei Jahre organisiert. So haben alle Lernenden die Chance, während ihrer Lehrzeit einmal an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Dieses Jahr wurde der Wettbewerb ausserdem ebenfalls durch AM Suisse Solothurn unterstützt. «In unserem Beruf muss im Alltag stets nach fixen Vorgaben gearbeitet werden. Im Rahmen dieses Wettbewerbs können die Lernenden dagegen ihrer Kreativität und Fantasie freien Lauf lassen. Zugleich müssen sie aber auch unternehmerisch denken, um ihr Projekt von der Planung, über die Kalkulation bis hin zur Umsetzung auszuführen», erklärt Wälti.
Damit die Metallbau-Lernenden ihre Ideen so frei wie möglich umsetzen konnten, wurden für den Wettbewerb lediglich die Rahmenbedingungen vorgegeben: Der Tisch darf eine Grundfläche von 3.5 Quadratmetern nicht überschreiten, darf nicht mehr als 150 Kilogramm wiegen und nicht höher als 2.20 Meter sein. Zudem sollte der Tisch in fünf Arbeitstagen umzusetzen sein. Bewertet wurden die Arbeiten anschliessend von einer dreiköpfigen Jury, die Originalität, Materialkombination, Benutzerfreundlichkeit und die handwerkliche Ausführung unter die Lupe nahm.
Esstisch mit Pfannenuntersatz gewinnt
Letztendlich wurden drei Arbeiten ausgezeichnet, wobei die Jury bei der Preisvergabe in der Berufsschule Lenzburg mehrfach betonte, dass alle eingereichten Arbeiten eine sehr hohe Qualität aufgewiesen haben. Es gewann Till Zimmermann (Meier AG Eisen- und Metallbau, Fischbach-Göslikon) aus Oberlunkhofen, der einen modernen Esstisch mit integriertem Pfannenuntersatz kreiert hat. Im zweiten Rang klassierte sich Gabriel Menzi (Metallbau Lukas Frei AG, Rupperswil) aus Villnachern und der dritte Platz ging an Mattia Ferrara (Metatec GmbH, Frick) aus Obermumpf.
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